Ergebnis – Umfrage „Voraussetzung für digitale Lehre“

Ergebnis – Umfrage „Voraussetzung für digitale Lehre“

Viele von euch haben sich an der Umfrage der Abteilung Studium und Lehre zu Beginn des Online-Semesters beteiligt und die persönliche Einschätzung zur digitalen Lehre geteilt.

Die Umfrage wurde auf Drängen der studentischen Vertreter initiiert und stellt die Basis für weitere Maßnahmen dar bzw. stößt zum Überdenken von manchen Konzepten an.

Zunächst ist festzuhalten, dass an der Juristischen Fakultät 453 Personen teilgenommen haben. Von ca. 2800 immatrikulierten Studenten an der Fakultät ist dies nur ein geringer Anteil, allerdings lässt sich daraus durchaus ein Stimmungsbild ziehen. Daneben ist zu Beachten, dass die Umfrage den Stand bis zum 15. Mai abdeckt und somit viele Veränderungen und Entscheidungen (zB die Öffnung der Bibliotheken, die ersten Online-Klausuren) nicht abdeckt.

1. Technische Voraussetzungen

Erfreulich ist, dass 98,2 % über die technischen Voraussetzungen verfügen, um an Online-Veranstaltungen teilzunehmen bzw. dies teils/teils können. Jedoch ist auch der Anteil jender die dies nicht können mit 1,8 % im Vergleich zu den andern Fakultäten der Höchste. An dieser Stelle möchten wir deshalb nochmals darauf Hinweisen, dass sich jeder vertrauensvoll an die Vertreter in den Gremien oder das Dekanat wenden kann. Leihgeräte und andere Formen der Unterstützung stehen zur Verfügung. Den höheren Fachsemestern (wahrscheinlich Examens-/Seminarkandidaten), welche statistisch größere Probleme beklagen, wurde bereits durch den Zugang zur Bibliothek besonders geholfen.

2. Voraussetzungen für 100 %ige Teilnahme an Online-Veranstaltungen

Hierbei wurde am häufigsten auf leistungsfähiges und stabiles Internet verwiesen. Die fehlenden Druckmöglichkeiten, welche an zweiter Stelle gefordert werden, sind mittlerweile verfügbar (siehe unser Beitrag).

3. Schaffung dieser technischen Voraussetzungen möglich?

33,9 % glauben nicht, dass sie die zuvor genannten Probleme beheben können. Dies stellt ein Problem dar, was es zu lösen gilt. Aus eigens durchgeführten Umfragen in den letzten Wochen, ist hierbei jedoch primär der Zugang zur Bibliothek und den dortigen Beständen problematisch. Dies wird aktuell nach und nach gelöst.

4. Konzentrietes Arbeiten

Auffallend ist, dass Mitglieder der Juristischen Fakultät besonders kritisch mit ihrem Arbeitsplatz sind. Nur 46,5 % sagen, dass sie an ihrem Arbeitsplatz zielführend und konzentriert lernen können. Das gilt es zu ändern. Mit der Öffnung der Bibliotheken für Examenskandidaten und ab nächster Woche auch für alle anderen wurde der erste Schritt getan. Dies muss in Zukunft aber auch weiteren Studenten zu Gute kommen, sodass wir aktuell Konzepte für die anderen Bereichsbibliotheken erarbeiten. Die Abweichung zwischen Staatsexamen und dem Ergebnis an der Jur. Fakultät ist wahrscheinlich auf das besonders gute Ergebnis an der Medizinischen Fakultät zurückzuführen.

5. Ist SoSe 2020 online absolvierbar?

Nur 44,8 % fühlen sich in der Lage das Semester über Online-Veranstaltungen zu absolvieren. Das ist uniweit ein absoluter Tiefstwert. Allerdings lässt sich wahrscheinlich auf die lange anhaltende Unklarheit zurückführen. Das Dekanat hat sehr lange abgewartet bis eine finale Entscheidung bzgl. Klausuren, Gebäude oder Online-Diensten fiel. Dies wurde nun behoben und im Gegensatz zu allen anderen Fakultät sind wir nun im ruhigen Fahrwasser was die Durchführung der Klausuren angeht (im Gegensatz zu der SoWi-Fakultät) und wir konnten als erste Fakultät in die Bibliotheken zurückkehren. Wir bleiben aber stets dabei Probleme schnellstmöglich an das Dekanat heranzutragen und sie unkompliziert zu lösen.

6. Live-Veranstaltung vs. Slide-Casts

Bei der Frage, ob Live-Veranstaltungen der asynchronen Lehre vorzuziehen liegt die Fakultät im Univergleich im Mittelfeld mit einer Tendenz zu asynchronen Formaten. Damit deckt sich diese Einschätzung nach den ersten Zoom-Meetings im Mai mit unseren Forderungen der vergangenen Jahre nach Vorlesungsaufzeichnungen. Wir werden dies weitertragen.

7. Mündliche Prüfungen

Mündliche Prüfungen werden besonders stark abgelehnt. Dies hängt wahrscheinlich mit der ungewohten Art im Gegensatz zu unseren gewohnten Klausuren zusammen. Mit Blick auf die Präsentation von Seminararbeiten ist diese Art der Leistungserbringung schwer zu umgehen, jedoch zeigen auch aktuelle Prozesse innerhalb der Fakultät (zB Berufungsverfahren), dass Vorträge in Präsenz organisierbar sind. Mit Blick aufs Staatsexamen entzieht sich die universitäre Lehre natürlich der Beurteilung.

8. Teilnahme an Online-Klausuren

Überraschen ist , dass knapp ein Drittel angab, dass sie sich nicht in der Lage fühlen, an Online-Klausuren teilzunehmen. Nach den ersten Durchgängen in den Großen Übungen zeichnet sich ein anderes Bild. Uns sind keine größeren Probleme bekannt. Zwar gab es anfänglich kleinere Abweichung bei der Rückgabefrist, die allerdings der Neuheit des Formates geschuldet kulant gelöst wurden.

Da die Klausurpraxis als Open-Book Klausur auch auf die Zwischenprüfungsklausuren etc. ausgeweitet werden wird, freuen wir uns weiterhin auf Rückmeldungen. Erstsemester-Studenten können sich auch nochmal besonders beim FSR und dem Mentoring-Programm melden, um bestmöglich gecoacht zu werden. Falls ihr technische Probleme habt, dann besteht (wie bereits oben erwähnt) die Möglichkeit, über das Dekanat Abhilfe zu schaffen.

9. Lerngruppen online

Hierbei fühlten sich unsere Studenten überdurchschnittlich gut aufgehoben, dass man online Formate organisieren kann. Mittels Zoom, Cisco Web oder BBB stehen auch den Studenten die Web Dienste der Universität zur Verfügung.

10. StudIP

Zwar benutzen viele StudIP als Lern- und Kommunikationsplattform, jedoch läuft vieles in den Vorlesungen über Maildienste. Zudem finden sich besonders viele Lernmaterialien online (Beck Klausurenfinder, Angebote der Hochschulgruppen oder Podcasts online), sodass eine Abweichung vom Ergebnis der anderen Fakultäten

11. Vorerfahrungen mit digitaler Lehre

Wer kennt nicht die Podcasts von Lorenz 😉 – Hierbei fällt nicht etwas besonders ins Auge.

 

Die vollständige Umfrageergebnisse findet ihr hier.

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